💰 Das Geheimnis hinter dem Preis von Olivenöl
Viele Menschen fragen sich, warum Olivenöl so unterschiedlich teuer ist.
Die Antwort liegt nicht nur im Namen auf dem Etikett, sondern vor allem in der
Herstellung, der Herkunft und der tatsächlichen Qualität.
Für einen Liter gutes Olivenöl werden mehrere Kilogramm Oliven benötigt.
Dazu kommen Pflege der Olivenbäume, Ernte, Transport zur Ölmühle, Verarbeitung,
Lagerung, Verpackung, Analyse, Versand und natürlich auch faire Arbeit.
Wenn 5 Liter Olivenöl sehr günstig angeboten werden und gleichzeitig Begriffe wie
„kaltgepresst“ oder „Premium“ verwendet werden,
lohnt sich ein genauer Blick:
- Woher stammen die Oliven?
- Ist es wirklich natives Olivenöl extra?
- Gibt es eine klare Herkunft?
- Wer ist der Erzeuger?
- Wurde das Öl geprüft?
Nach der Ölgewinnung bleiben sogenannte Oliventrester zurück.
Das sind Reste aus Fruchtfleisch, Schalen, Kernen und etwas Restöl.
Aus diesen Rückständen kann mit weiteren industriellen Verfahren ebenfalls Öl
gewonnen werden. Dieses Öl nennt man Oliventresteröl.
Oliventresteröl ist nicht dasselbe wie natives Olivenöl Extra.
Es stammt nicht direkt aus der frischen Olive, sondern aus Rückständen der
Ölgewinnung und wird meist raffiniert. Dadurch enthält es in der Regel deutlich
weniger natürliche Begleitstoffe wie Polyphenole, Antioxidantien und Aromastoffe.
Deshalb besitzt Oliventresteröl meist weniger Geschmack, weniger Aroma und weniger
Charakter als hochwertiges Olivenöl aus direkter Pressung. Es ist günstiger, aber
nicht mit einem echten nativen Olivenöl Extra vergleichbar.
Ein günstiger Preis ist nicht automatisch schlecht – aber bei Olivenöl sollte man
immer auf Herkunft, Herstellungsverfahren und Transparenz achten. Denn echtes
Olivenöl hat seinen Preis, weil hinter jedem Liter viele Oliven und viele
Arbeitsschritte stehen.